Was kostet eine Welpe und Anderes

 

Ein Welpe kostet Zeit, Geduld, Nerven, Geld, Kummer, Sorgen, aber vor allem gibt er einem eine unvergleichliche Liebe und eine, unter Menschen kaum existierende, Treue die Seinesgleichen sucht. Ja und er kostet sie noch etwas, er kostet sie einen Großteil ihres Herzens.

 

Stubenreinheit

 

Immer wieder sind wir schockiert, wenn wir Sachen lesen oder hören, wie:

 

„Ich habe einen Welpen gekauft und der ist nicht mal stubenrein. Was für ein schlechter Züchter!“

 

Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Solch sachliches Unverständnis bei einem Menschen, der sich einen Welpen zulegen möchte ist in unseren Augen inakzeptabel! Wenn ich mir einen Hund zulegen möchte, egal welche Rasse, dann informiere ich mich vorher über alles was mit diesem LEBEWESEN zu tun hat, das liegt einfach in meiner VERANTWORTUNG. Ein Welpe ist erst ab etwa der 16.ten in Woche in der Lage seine Blase und seinen Darm zu kontrollieren. Welpen kommen meistens mit 8 – 12 Wochen in ihr neues Zuhause, wie soll ein Züchter etwas leisten können, das von Natur aus gar nicht gegeben ist?

 

Hier ein Link dazu

http://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/stubenreinheit

 

Autofahren

 

Die zweite Sache die wir oft zu Ohren bekommen:

 

„Unser Hund hat Angst Auto zu fahren, hat der Züchter dem Hund auch wieder nicht beigebracht!“

 

Auch hier können wir nur mit dem Kopf schütteln. In den ersten vier Wochen, werden wir den Teufel tun, mit den Welpen durch die Weltgeschichte zu fahren, außer in dringenden Notfällen. Die Augen und Ohren der Welpen gehen erst ca. nach 14 Tagen auf, dann erst fangen sie langsam an sich nach und nach koordiniert bewegen zu können und dann langsam geht es los miteinander zu spielen. Erst ab der 4 Woche klappt das auch schon recht gut. Bis dahin setzt man weder den Welpen, noch der Hündin irgendeinem Stress aus. Wenn wir der Hündin die Welpen aus ihrer „Höhle“ nehmen und sie ins Auto bringen ist das Stress für die Hündin und auch für die Welpen. Ab der 4 Woche gewöhnen wir die Welpen langsam und vorsichtig daran, dass es außer ihrem bisher bekannten Bereich auch noch die große weite Welt gibt. Die Welpen haben gegen einige Krankheiten in den ersten 3 – 4 Wochen Schutz durch die Muttermilch. Dann lässt dieser Schutz langsam nach und erst wenn die Welpen mit 8 Wochen geimpft sind, ist wieder der volle Schutz hergestellt. Verständlicher Weise, fährt man auch dann mit den Welpen nicht in der Weltgeschichte rum. Natürlich machen wir auch Wege mit dem Auto und den Welpen, nötige Wege. Natürlich kennen unsere Welpen „Auto fahren“, aber in dieser kurzen Zeit, kann man keinen „ich fahr so gerne Auto“ Welpen „produzieren! Es gibt tatsächlich Dinge, die in die Verantwortung des neuen Welpen Menschen fallen und das sind einige. Jeder der mit der Anschaffung eines Hundes liebäugelt sollte das wissen. Es sind LEBEWESEN – keine fertigen Roboter die ihr da bekommt.

 

Staubsaugen

 

Bei uns wird das Welpenzimmer täglich gesaugt und dennoch haben manche Hunde Angst vor dem Staubsauger. Warum? Wissen wir nicht!

Reservieren oder Anfragen

 

Aus gegebenen Anlass möchte ich ein Wort an die Welpeninteressenten richten. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, wenn ich auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied bin, diese muss ich sicher nicht alle aufzählen. Jeder Züchter schreibt Interessenten auf eine „Liste“ und in der Reihenfolge der Anfragen, können später die Welpen ausgesucht werden.

 

Bei einer Anfrage, handelt es sich um eine unverbindliche Anfrage. Wenn ich hingegen einen Welpen reserviere, so kommt in gewisser Form ein Vertag zustande! Genau genommen ein Vorkaufsrecht, was erst mal bedeutet, dass der, der reserviert auch die erste Wahl hat (in der Reihenfoge der Reservierungen) und der der Anfragt hat die Wahl erst, wenn die, die reserviert haben sich IHREN Welpen ausgesucht haben. Da der der angefragt hat ja nur unverbindlich anfragt, kann dieser auch ohne weiteres und ohne Kosten zurücktreten!

 

Wenn jemand von einer Reservierung zurück tritt, dann hat er UNVERZÜGLICH bescheid  zu geben. Es ist dann nur fair, wenn man den Züchter zeitnah darüber informiert, wenn man sich anderweitig entschieden hat. Rein rechtlich, könnte der Züchter hier, wenn er denn wollte, trotzdem eine Gebühr verlangen.

 

Das soll keinesfalls böse sein, aber ich habe es grade wieder erlebt, da wird reserviert und erst auf meine Mail, wann die Welpen besichtigt werden können, kommt ganz lapidar: „Ne das hat sich erledigt, wir haben uns schon anders entschieden.“

 

Das finde ich unverschämt. Natürlich kann man sich anders entscheiden, aber dann sagt man wenigstens Bescheid. Das sollte man unter der Kategorie Anstand im laufe seines Lebens erlert haben.

 

Rechtlicher Auszug:

 

Unter einer Reservierung (in Schweizer Standardsprache Reservation) versteht man die Vormerkung zur Nutzung einer bestimmten Sache, meist an einem konkreten Termin oder Zeitabschnitt in der Zukunft. Durch die Reservierung selbst kommt in der Regel ein Nutzungsvertrag zustande. Im Handel die Vormerkung für eine Ware, die momentan vergriffen ist oder die erst zu einem späteren Zeitpunkt erworben werden soll (Vorkaufsrecht).

 

Keine verbindliche Reservierung liegt bei einer Anfrage vor.

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